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Frühjahrsarbeiten auf dem Hopfenhof I – Instandsetzung der Gerüstanlage PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 15. April 2009 um 20:40 Uhr


Die strahlende Frühjahrssonne hat den Hopfen zu neuem Leben erwecktEs ist Osterdienstag, der 14. April 2009. Im Tal der Prüm scheint die Frühlingssonne mit voller Kraft, weckt und treibt die Natur zu frühem Erwachen.

Es ist bereits nach 16 Uhr und viele Arbeiten sind bereits auf dem Hopfenhof erledigt. Immer noch zeigt das Thermometer über 20 Grad im Schatten an. Gerne wollte man auf Hof Dick dieses Geschenk nach einem anstrengenden Tag genießen.

Seniorchef Herbert Dick weiß aber auch, dass er dieses Wetter nutzen muss, denn aus den Hopfenstöcken treiben bereits die Triebe mit aller Kraft. Das Anrainen, wie der Hopfenbauer das Aufdecken und Schneiden nennt, ist bereits teilweise erfolgt. Noch aber konnte die Gerüstanlage nicht vollständig instand gesetzt werden, einzelne marode Masten müssen noch ausgetauscht werden.

Herbert und Tomasz sind mit ihren Gerätschaften auf dem Feld angekommen.„Ja, es heißt so schön „Der Hopfen will jeden Tag seinen Herrn sehen“, schmunzelt Herbert Dick, denn er weiß, dass der Hopfen auch nichts dagegen hat, wenn der Herr mehrmals am Tag zu ihm kommt.

So macht sich dann Herbert Dick mit allen notwendigen Geräten und mit Helfer Tomasz auf den Weg in ein nahe gelegenes Hopfenfeld.
Schnell haben sie einige morsche Masten entfernt und beginnen damit neue aufzurichten. Herbert und Tomasz sind ein eingespieltes Team, jeder Handgriff sitzt. Sie wissen wie wichtig eine gute und stabile Gerüstanlage für das Hopfenfeld ist. Kurz vor der Ernte muss dieses Gerüst ein Gewicht von rund 40 Tonnen auf den Hektar tragen. Bis zu 100 Tonnen werden es, wenn Regen, Wind oder gar Sturm hinzu kommen.

Herbert Dick hat auch selbst die Gerüstmasten ausgesucht, es sind widerstandsfähige Stämme aus Lärchenholz, die bis zu 1,50 m tief in die Erde gerammt werden. Sicher ist diese Arbeit beim Auswechseln der Masten etwas leichter, denn das „alte Loch“ des morschen Mastes ist noch etwas erhalten. In Handarbeit wird es erweitert und sauber auf die notwendige Tiefe gebracht.

Die Abendsonne entschwindet langsam hinter dem Ferschweiler Plateau, als Herbert und Tomasz sich etwas verschwitzt und müde, aber auch stolz auf den Heimweg begeben. Rund 30 Jahre sollen diese Masten nun die edle Hopfenfrucht tragen.

Instandsetzung der Gerüstanlage - Osterdienstag, 14. April 2009